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	<title>bass-blog.de &#187; Filme und Serien</title>
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		<title>GET LAMP</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 12:37:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme und Serien]]></category>
		<category><![CDATA[Videospiele]]></category>

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		<description><![CDATA[Juhu! Heute war Post aus Amerika im Briefkasten! Meine Version von &#8220;GET LAMP &#8211; a documentary about adventures in text&#8221; ist endlich angekommen. Nehm&#8217; ich mit auf die Reise.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Juhu! Heute war Post aus Amerika im Briefkasten! Meine Version von &#8220;<a href="http://www.getlamp.com/">GET LAMP</a> &#8211; a documentary about adventures in text&#8221; ist endlich angekommen. Nehm&#8217; ich mit auf die Reise. </p>
<p><object width="500" height="405"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/UwZxUGmqSOo?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;border=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/UwZxUGmqSOo?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;border=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="500" height="405"></embed></object></p>
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		<title>Inception</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 10:06:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme und Serien]]></category>

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		<description><![CDATA[Zweimal habe ich Inception bisher gesehen. Einmal auf Englisch. Hinten links im Kino. Dort, wo die Musik schön laut ist und die Dialoge so leise, dass man nur grob die Hälfte versteht. Einmal auf Deutsch. Danach dachte ich, ich hätte ihn verstanden. Alles war so schön klar und eindeutig. Nun, ein paar Tage später, ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="lead" title="Inception" src="http://bass-blog.de/wp-content/uploads/2010/08/inception.png" alt="" width="50" height="50" />Zweimal habe ich Inception bisher gesehen. Einmal auf Englisch. Hinten links im Kino. Dort, wo die Musik schön laut ist und die Dialoge so leise, dass man nur grob die Hälfte versteht. Einmal auf Deutsch. Danach dachte ich, ich hätte ihn verstanden. Alles war so schön klar und eindeutig. Nun, ein paar Tage später, ist meine Meinung über die Handlung aber doch wieder eine ganz andere. Die halte ich, <em>mit jeder Menge Spoilern</em>, nun fest. Für später.<br />
<span id="more-537"></span></p>
<p>Habe ich direkt nach dem zweiten Sehen noch vermutet, dass Cobb tatsächlich wieder in der Realität aufwacht, tendiere ich nun eher dazu, anzunehmen, dass er auch am Schluss noch träumt. Dass der Film in seiner Gesamtheit nichts anderes ist als ein Traum Cobbs. Nicht eine Szene ist hier wirklich real. Wie ich darauf komme?</p>
<p>- Der erzählerische Hintergrund der &#8220;Realität&#8221; ist traumhaft dünn. Die Technik des Dreamsharings wird nie erklärt. Nolan erklärt durch Ellen Pages Figur den halben Film hindurch die Methodik, so lange bis nach der Technik niemand mehr fragt.</p>
<p>- Der Hintergrund der globalen Super-Corporations ist erzählerischer Mist, der so doch höchstens in Videospielen durchgeht. Nolan weiß das nicht nur, Mal fragt Cobb sogar explizit in einer Sequenz, von der wir wissen, dass sie ein Traum ist, ob er wirklich glauben würde, dass diese Welt, in der er rund um den Globus verfolgt wird, real sei. Caines Figur sagt Cobb schon im ersten Filmdrittel, er möge in die Realität zurückkehren.</p>
<p>- Die Verfolgungsjagd in Mombasa. Natürlich akzeptiert man als routinierter Videospieler und Filmegucker, dass die Action in dieser Szene, die Geschwindigkeit, die Akrobatik, das Herumballern in der Menge, in der Realität gar nicht möglich wäre. Wir sind ja im Film. Aber Mombasa ragt auch innerhalb des Films heraus. Die Jagd ist unglaubwürdiger als praktisch alles, was bspw. in der James-Bond-Festung passiert. Das Feststecken zwischen zwei immer näher zusammenrückenden Wänden ist eine klassische Traumsequenz. Und natürlich taucht aus dem Nichts Saiko auf. Das ergibt wirklich nur im Traum Sinn.</p>
<p>- Wie stellt Cobb fest, ob er noch träumt? Er hat kein eigenes Totem. Er benutzt das Totem einer Person, die sich ziemlich sicher war, noch in einem Traum zu stecken.</p>
<p>- Totems dienen, wie ausdrücklich erklärt wird, <em>nur</em> dazu, festzustellen, ob man im Traum einer <em>anderen</em> Person steckt. Weil die natürlich nicht wissen kann, wie sich das Totem verhalten sollte. Wenn der ganze Film einzig ein Traum Cobbs wäre, könnte ein Totem ihm nicht verraten, ob er träumt oder nicht. Ob das Ding am Schluss umfällt oder nicht, ist bedeutungslos.</p>
<p>- Cobb betritt die verwüstete Hotelsuite, die seine Frau und er wohl schon seit Ewigkeiten jährlich buchen, geht ans Fenster und Mal sitzt ihm gegenüber! Warum?</p>
<p>- Cobb erklärt Ariadne, in Träumen würde alles ganz real erscheinen und erst nach dem Aufwachen würde man bemerken, was alles keinen Sinn ergeben hätte. Saikos plötzliches Auftauchen in Mombasa ist unlogisch, aber man kauft es Nolan ab, solange der Film läuft. Dass Mal am Fensterbrett gegenüber von Cobb sitzt statt auf seiner Seite, kauft man, obwohl es unlogisch ist. Man kauft sogar, dass Ellen Pages Figur, die hier nicht nur Labyrinthe baut, sondern dem Team am Ende aus dem Traum zu entkommen hilft, Ariadne heißt. Ja, genau wie die Frau, die Theseus half, aus dem Labyrinth des Minotaurus zu entkommen.</p>
<p>- Ein Punkt, für den Inception oft kritisiert wird: Bis auf Cobb sind sämtliche Charaktere blass. Und zwar nicht nur, weil sie keine Entwicklung durchmachen. Wir erfahren über die meisten handelnden Personen <em>nichts</em>. Gar nichts. Sie haben keine Geschichte. Das ist so offensichtlich, dass ich denke, dass die Kritik daran unangebracht ist, weil die Personen absichtlich blass sind. Außer Cobb, der das alles träumt, existiert hier niemand wirklich.</p>
<p>- Der gesamte Schluss ab dem Erwachen im Flugzeug ist als Traum inszeniert. Dominante Musik mit Anklängen an die Limbus-Szenen, Zeitlupen. Nicht nur sieht Cobbs Haus immer noch genauso aus wie zuvor im Traum. Seine Kinder sind, obwohl Jahre vergangen sein sollten seit dem Tod seiner Frau, immer noch genauso alt, sitzen in genau derselben Position im Garten, die er zuvor geträumt hat und tragen, wenn ich mich nicht allzu sehr irre, sogar dieselbe Kleidung wie zuvor im Traum.</p>
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		<title>Frost/Nixon</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 19:49:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme und Serien]]></category>

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		<description><![CDATA[Frank Langella spielt Nixon nicht einfach nur, er ist Nixon. Diese, tja, Bühnenpräsenz möchte man fast sagen, ist einfach unglaublich. Er zeigt die Größe, das Charisma des elder statesman. Er zeigt die Zerbrechlichkeit des alten Mannes. Er bringt das Kunststück fertig, dass man diesen Mann gleichzeitig verachten möchte und Mitleid mit ihm hat. Im Vorfeld [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frank Langella spielt Nixon nicht einfach nur, er <em>ist </em>Nixon. Diese, tja, Bühnenpräsenz möchte man fast sagen, ist einfach unglaublich. Er zeigt die Größe, das Charisma des elder statesman. Er zeigt die Zerbrechlichkeit des alten Mannes. Er bringt das Kunststück fertig, dass man diesen Mann gleichzeitig verachten möchte und Mitleid mit ihm hat.</p>
<p>Im Vorfeld hatte ich befürchtet, der Film könnte etwas langatmig werden, aber das war unberechtigt. Im Gegenteil, die schauspielerischen Leistungen hier sind derart famos, dass ich gerne noch ein paar mehr Interviewszenen gesehen hätte.</p>
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		<title>Public Enemies</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 10:31:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme und Serien]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum spielt Christian Bale eigentlich so gerne die Rolle des humorlosen, verbiesterten Ordnungshüters? Wirklich funktionieren tut das ja nicht. Dass er in The Dark Knight gegen Heath Ledger einigermaßen blass aussieht, ist ja noch verzeihlich. In Terminator: Salvation wird er dem bisher aufgebauten Bild des charismatischen Anführers John Connor aber ebenfalls kaum gerecht und lässt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum spielt Christian Bale eigentlich so gerne die Rolle des humorlosen, verbiesterten Ordnungshüters? Wirklich funktionieren tut das ja nicht. Dass er in <em>The Dark Knight</em> gegen Heath Ledger einigermaßen blass aussieht, ist ja noch verzeihlich. In <em>Terminator: Salvation </em>wird er dem bisher aufgebauten Bild des charismatischen Anführers John Connor aber ebenfalls kaum gerecht und lässt sich von Sam Worthington praktisch die Hauptrolle nehmen.</p>
<p>Nun in <em>Public Enemies</em> scheitert er nicht mal an einem Kollegen, denn Johnny Depp findet &#8220;seinen&#8221; Dillinger auch nicht so recht. Er scheitert an sich selbst und an einem unausgegorenen Drehbuch, das mehr Logiklöcher als gute Dialoge zu bieten hat. Und das bei einem Film, der zumindest zum Teil auf einer wahren Geschichte beruht.</p>
<p>Ein brauchbarer Film für einen DVD-Abend ist <em>Public Enemies</em> trotzdem, aber ich bedauere ganz sicher nicht, ihn damals im Kino verpasst zu haben.</p>
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		<title>Das weiße Band</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 21:47:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme und Serien]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor drei Tagen habe ich Das weiße Band &#8211; Eine deutsche Kindergeschichte endlich gesehen. Er geht mir nicht aus dem Kopf. Der Film spielt in einem kleinen Dorf in Norddeutschland, kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges. Der Dorflehrer als Ich-Erzähler schildert die &#8220;seltsamen Ereignisse, die sich in unserem Dorf zugetragen haben&#8221;, weil sie seiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-324" title="Das weiße Band" src="http://bass-blog.de/wp-content/uploads/2010/03/dasweisseband.jpg" alt="Das weiße Band" width="500" height="282" /></p>
<p>Vor drei Tagen habe ich <em>Das weiße Band &#8211; Eine deutsche Kindergeschichte</em> endlich gesehen. Er geht mir nicht aus dem Kopf.</p>
<p>Der Film spielt in einem kleinen Dorf in Norddeutschland, kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges. Der Dorflehrer als Ich-Erzähler schildert die &#8220;seltsamen Ereignisse, die sich in unserem Dorf zugetragen haben&#8221;, weil sie seiner Meinung nach &#8220;ein erhellendes Licht&#8221; auf &#8220;manche Vorgänge in diesem Land&#8221; werfen könnten. Das erscheint erst einmal unwahrscheinlich, weil nur wenige Handlungszweige das Dorf jemals hinter sich lassen. Letztendlich schafft der Film aber genau das.</p>
<p><em>Das weiße Band</em> handelt von Autorität und Bestrafung und transportiert das auf trostlose und beklemmende Art und Weise. Bilder in schwarzweiß, mit langen Einstellungen aus festen Kamerawinkeln, mit nur wenigen Kamerafahrten oder Schwenks, vermitteln ein Gefühl der Enge. Zeitlich ausgedehnte Szenen mit wenigen oder manchmal gar keinen Worten. Nur Stille. Ebenso wichtig wie das, was gesagt und gezeigt wird, ist hier, was <strong>nicht</strong> gezeigt und von allen verschwiegen wird&#8230; Aber ich möchte nicht zu viel verraten, weil ich denke, dass <em>Das weiße Band </em>mit Abstand am eindrucksvollsten ist, wenn man nicht schon feuilletonverdorben vor dem ersten Anschauen weiß, was einen erwartet.</p>
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		<title>Alice im Wunderland</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 01:54:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein neuer Tim Burton, natürlich wieder mit Johnny Depp, Helena Bonham Carter und Danny Elfman im Gepäck. Elfman gibt den Ton vor: sein Soundtrack klingt zu keinem Zeitpunkt nach mehr als Fließbandarbeit; ich höre hier nichts, was ich nicht in unzähligen älteren Elfman-Soundtracks bereits gehört hätte. Mit dem Rest des Films ist es leider ähnlich. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="lead" src="http://bass-blog.de/wp-content/uploads/2010/03/alice.png" alt="Alice im Wunderland" title="Alice" width="50" height="50" />Ein neuer Tim Burton, natürlich wieder mit Johnny Depp, Helena Bonham Carter und Danny Elfman im Gepäck. Elfman gibt den Ton vor: sein Soundtrack klingt zu keinem Zeitpunkt nach mehr als Fließbandarbeit; ich höre hier nichts, was ich nicht in unzähligen älteren Elfman-Soundtracks bereits gehört hätte.</p>
<p>Mit dem Rest des Films ist es leider ähnlich. Das Wunderland sieht zwar nach Burton aus, aber es wirkt leblos, zu sehr wie digitale Kulisse. Handgemachte Kulissen passen zu Burtons Flair einfach besser als CGI. Schade, dass er selbst das anscheinend nicht so sieht.</p>
<p>Und die Figuren? Carrolls Vorlage enthielt verrückte Charaktere, derer man sich nie so ganz sicher sein konnte. Burtons Figuren haben bestenfalls einen kleinen Sprung in der Schüssel, bleiben davon abgesehen aber blaß. Sofort ist klar, wo jeder steht.</p>
<p>Wo ist die Gefahr? Wo ist das Wundersame? Wo ist das Geheimnis?</p>
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		<title>The Dark Knight</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Aug 2008 08:34:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Burtons Batman mit seinem düsteren, romantisch-melanchonischen Flair habe ich geliebt. Christopher Nolans The Dark Knight ist anders, ist zwar immer noch düster, ansonsten aber vor allem kalt und überfrachtet. Man opfert erst viel Leinwandzeit für einen chinesischen Geschäftsmann, der im späteren Verlauf der Handlung überhaupt keine Rolle mehr spielt. Batmans Ausflug nach Hong Kong ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://bass-blog.de/wp-content/uploads/2008/08/batman.png" class="lead" alt="The Dark Knight" title="The Dark Knight" />Burtons Batman mit seinem düsteren, romantisch-melanchonischen Flair habe ich geliebt. Christopher Nolans <em>The Dark Knight</em> ist anders, ist zwar immer noch düster, ansonsten aber vor allem kalt und überfrachtet. Man opfert erst viel Leinwandzeit für einen chinesischen Geschäftsmann, der im späteren Verlauf der Handlung überhaupt keine Rolle mehr spielt. Batmans Ausflug nach Hong Kong ist nicht nur dramaturgisch unnötig, sondern zerstört vor allem den Mythos von Gotham City, einer Stadt, die immer symbolisch für die Großstädte dieser Welt stand. Wie schnell es dem Joker gelingt, aus Harvey Dent Two-Face zu machen, ist völlig unglaubwürdig, wie überhaupt die Figur des Two-Face in <em>The Dark Knight</em> geradezu verschleudert wird. Ob Joker oder Two-Face, beide Antagonisten werden auf effektive, aber bemerkenswert langweilige Weise zur Strecke gebracht. Ebenso lässt sich Christian Bales Verkörperung des Titelhelden beschreiben: effektiv, aber langweilig. Eine mysteriöse oder gar tragische Figur ist Batman hier keine Sekunde. Was auch an der ungleichen Verteilung der schauspielerischen Fähigkeiten liegt. Neben Heath Ledger als Joker beeindrucken vor allem Morgan Freeman, Michael Caine und Gary Oldman, die aber lediglich Randfiguren spielen. Bale, Eckhart und Gyllenhall bleiben blass.</p>
<p>Was mir an dem Film allerdings am wenigsten gefällt, ist seine Aussage, dass harte Zeiten einen Dunklen Ritter erfordern, der munter durch die Gegend foltert und die Handynetze einer ganzen Stadt überwacht. Was mir nicht gefällt, ist die zum Schluss getroffene Aussage, dass die Wahrheit manchmal nicht gut genug für die Menschen sei. Was kann einem das als Zuschauer eigentlich nur sagen? Dass in Extremsituationen, also im Angesicht terroristischer Bedrohungen, ein Überwachungsstaat, der seine Bürger belügt und Verdächtige foltern lässt, in Ordnung geht, ja sogar notwendig ist?</p>
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		<title>Indiana Jones IV</title>
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		<pubDate>Fri, 23 May 2008 15:23:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was sollte der ganze Alien-Kram? Wir kamen aus dem Kino und Jakob stellte fest: &#8220;Also die anderen Star-Wars-Teile fand ich besser.&#8221; Da hat er nicht Unrecht. Was sollte die CGI an allen Ecken und Enden? Gibt es eine einzige Szene in dem Film, die nicht digital überarbeitet wurde? Und warum in so mieser Qualität? Da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://bass-blog.de/wp-content/uploads/2008/05/indy.png" class="lead" alt="indy.png" />Was sollte der ganze Alien-Kram? Wir kamen aus dem Kino und Jakob stellte fest: &#8220;Also die anderen <em>Star-Wars</em>-Teile fand ich besser.&#8221; Da hat er nicht Unrecht. Was sollte die CGI an allen Ecken und Enden? Gibt es eine einzige Szene in dem Film, die nicht digital überarbeitet wurde? Und warum in so mieser Qualität? Da wäre zum Beispiel die Autoverfolgungsjagd entlang eines Klippenrandes. Macht in <em>MotorStorm</em> auf der PS3 mehr Spaß und sieht auch noch besser aus. Und schließlich: Was sollte Shia LaBöff? Wenn man schon einen Harrison-Ford-Nachfolger installieren muss, um die Franchise am Leben zu erhalten, muss das dann so aufdringlich geschehen und könnte der Ford-Ersatz nicht wenigstens jemand sein, der Ford auch nur ansatzweise das Wasser reichen kann?</p>
<p>Schade um die Handvoll Szenen, in denen das alte Indy-Feeling durchaus nochmal rüberkommt.</p>
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		<title>Michael Clayton</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Mar 2008 22:05:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach vielen Wochen, in denen kaum irgendetwas Brauchbares im Kino lief, schmeißt man uns im Moment geradezu zu mit guten Filmen. I&#8217;m not there, Juno, There will be Blood, Sweeney Todd, No Country for Old Men, Trip to Asia, selbst Der Krieg des Charlie Wilson. Und wir gehen ausgerechnet in Michael Clayton. Den Trick, zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://bass-blog.de/wp-content/uploads/2008/03/clayton.png" class="lead" alt="Michael Clayton" title="Michael Clayton" />Nach vielen Wochen, in denen kaum irgendetwas Brauchbares im Kino lief, schmeißt man uns im Moment geradezu zu mit guten Filmen. <em>I&#8217;m not there</em>, <em>Juno</em>, <em>There will be Blood</em>, <em>Sweeney Todd</em>, <em>No Country for Old Men</em>, <em>Trip to Asia</em>, selbst <em>Der Krieg des Charlie Wilson</em>. Und wir gehen ausgerechnet in <em>Michael Clayton</em>.</p>
<p>Den Trick, zu Beginn die entscheidende Wendung des Films nur in Ausschnitten zu zeigen, damit viele Fragen aufzuwerfen, dann den eigentlichen Film hindurch in einer einzigen gewaltigen Rückblende die Wissenslücken des Zuschauers zu füllen und zum Schluss die Szenen des Anfangs um ein paar letzte Puzzlestücke zu ergänzen, den Trick haben wir nun wirklich schon tausend Mal gesehen. Häufig besser als hier. Denn eine der Fragen, die <em>Michael Clayton</em> von Beginn an aufwirft, ist: &#8220;Was soll daran spannend sein?&#8221;</p>
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		<title>There Will Be Blood</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Feb 2008 14:12:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme und Serien]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein neuer Film von Paul Thomas Anderson. Endlich! Viel zu viel Zeit ist seit Magnolia vergangen. Das Einzige, was There Will Be Blood freilich mit P.T.A.s früherem Mammutwerk gemein hat, ist die Überlänge. Denn im Gegensatz zu seinen bisherigen Ensemblefilmen dreht sich There Will Be Blood kompromisslos um eine einzige Person: Daniel Plainview, einen Mann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://bass-blog.de/wp-content/uploads/2008/02/blood.png" class="lead" alt="There Will Be Blood" />Ein neuer Film von Paul Thomas Anderson. Endlich! Viel zu viel Zeit ist seit <em>Magnolia</em> vergangen. Das Einzige, was <em>There Will Be Blood</em> freilich mit P.T.A.s früherem Mammutwerk gemein hat, ist die Überlänge. Denn im Gegensatz zu seinen bisherigen Ensemblefilmen dreht sich <em>There Will Be Blood</em> kompromisslos um eine einzige Person: Daniel Plainview, einen Mann auf der Jagd nach Öl, gespielt von Daniel Day-Lewis.</p>
<p><em>Magnolia</em> schloss mit Aimee Manns Song <em>Save Me</em>: &#8221; If you could save me, From the ranks of the freaks Who suspect they could never love anyone.&#8221; Plainview ist so eine Person. Der Hass auf seine Mitmenschen treibt ihn an. Glücklich wird er nicht durch Erfolg, sondern dadurch, dass allen anderen der Erfolg verwehrt bleibt. Gewinnen ist nicht wesentlich, er kann mit seinem Gewinn nicht einmal etwas anfangen. Wesentlich ist vor allem, dass die anderen verlieren!</p>
<p>Über 158 Minuten beschäftigt sich der Film in aller Ausführlichkeit mit Plainview,  doch trotzdem bleibt der &#8220;Ölmann&#8221; bis zuletzt ein Rätsel. Zur Liebe scheint er unfähig. Nicht nur basiert sein Umgang mit seinem Adoptivsohn im Grunde nur auf Kosten-Nutzen-Rechnungen. Die Filmhandlung erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte, aber es gibt zu keinem Zeitpunkt Anzeichen dafür, dass Plainview Kontakt zum oder irgendeine Art von Interesse am weiblichen Geschlecht hat.</p>
<p>Dieses Motiv von Hass als Triebfeder funktioniert nicht nur dank Day-Lewis&#8217; herausragendem Schauspieltalent. Transportiert wird das Motiv zu einem erheblichen Teil durch die Musik. Was Johnny Greenwood da geschrieben hat, ist schief, brutal, verbissen, gewalttätig und tut weh in den Ohren. Es strotzt vor Kraft und Aggressivität.</p>
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