Archiv für die ‘Videospiele’-Kategorie

Spielstand I

15. Juni 2010

Super Mario Land (GameBoy)

Zwanzig Jahre zu spät, aber ich bin durch! Natürlich nur mit Hilfe moderner Technik: Der Emulator auf dem N900 erlaubt es glücklicherweise, jederzeit zwischenzuspeichern anstatt das Spiel nach dem Verlust aller Leben komplett von vorne beginnen zu müssen. Hey, kein Grund, gleich so abwertend zu schauen, das Spiel ist mit den Miniaturtasten eines Smartphones eine ganze Ecke schwerer zu spielen als damals auf dem GameBoy!

Was mich beim Blick zwanzig Jahre zurück in die Vergangenheit am meisten begeistert, ist, mit wie wenigen Mitteln man damals – bei aller gestalterischen Qualität – ausgekommen ist. Schwarzweiße Sprites mit nur wenigen Pixeln, insgesamt vier relativ kleine Welten, trotzdem hat das Gehopse vielen Leuten dutzende Stunden Spaß beschert. Vom Entwicklungsaufwand her in einer ganz anderen Liga spielt da…

New Super Mario Bros. (Wii)

Hier hat Nintendo neun Welten mit jeweils neun Leveln in einer Detailverliebtheit zusammengeklöppelt, die an Schweizer Präzisionshandwerk erinnert. Zu sehen, mit welcher Akribie versucht wurde, wirklich jedem Level – nicht nur den übergreifenden Welten an sich – einen eigenen Touch zu verleihen, versetzt mich in Staunen. Zumindest in den drei Welten, die ich vom Spiel gesehen habe, denn der Schwierigkeitsgrad ist für Nicht-Mario-Profis verdammt hoch. Hatte nicht mal jemand gesagt, Nintendo würde die Core-Gamer auf der Wii vernachlässigen? Beim Spielen von NSMBWii merke ich davon nichts, für mich ist es eine zunehmend frustreiche Erfahrung.

Das ist kein Fehler des Spiels. Der Schwierigkeitsgrad wird über die Level hinweg gekonnt hochgefahren, dem Spieler Stück für Stück immer mehr abverlangt, und der Lerneffekt funktioniert. Die Stelle, an der ich mir heute lange die Zähne ausbeiße, schaffe ich morgen im zweiten oder dritten Anlauf dann doch. Das Dumme ist nur: aus dem Alter, in dem ich mir in tagelangen Sitzungen Gamingskills antrainieren will, bin ich raus. Ich brauch Entspannenderes.

Heavy Rain

9. April 2010

“Ich hätte erwartet”, sagte David Cage im Interview mit eurogamer.net, “dass das Spiel stärker polarisiert. Ich hätte erwartet, dass die Hälfte der Spieler es großartig findet und die andere Hälfte fragt: ‘Warum hat der Held keine Waffe?’” Ist die Welt nicht wunderbar einfach, wenn man sie durch die Augen von David Cage betrachtet? Wer Heavy Rain nicht für den Anbruch eines neuen Zeitalters hält, ist ein dummer Egoshooterspieler, der sich für Stories in Videospielen einen Scheißdreck interessiert. Die Realität sieht anders aus. Ich liebe gut erzählte Geschichten, dennoch fand ich Heavy Rain langweilig, undurchdacht, ärgerlich.

Allein schon deshalb, weil ich nach anderthalb Spielstunden wußte, wer der Origami-Killer ist. (Und, Vorsicht Spoiler, ich verrate auch, wieso.)

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Immer diese Spiele-Weblogs

16. März 2010

Christoph gibt’s jetzt auch auf polyneux.de.

Keine Ahnung, wie ich das auf lange Sicht handhaben werde. Ich hätte gerne alles, was ich so verfasst habe, auf Dauer auch in meiner Hand, sprich auf meinem Webspace und auf meiner Festplatte. Da ich fauler Sack immer noch nicht alles Lesenswerte aus der d-frag-Zeit hier ins Bass-Blog übertragen habe, weil das einfach höllisch Arbeit macht, fahre ich diesmal wohl von Anfang an zweigleisig.

Bedeutet bis auf Widerruf, dass meine Artikel für polyneux auch hier im Blog landen. Der Vollständigkeit halber. Allerdings mit gesperrten Kommentaren, die Diskussion läuft drüben.

Mass Effect 2, technisch betrachtet

15. März 2010

Mass Effect 2Edmonton, 2004. “Wir legen die Story für eine Trilogie an und brauchen deshalb die besten Autoren, die die Firma zu bieten hat. Wenn wir die Geschichte schon im ersten Teil versemmeln, sind die Verkaufszahlen von gleich drei Spielen im Arsch”, so Produzent A. Darauf Produzent B: “Aber wir arbeiten auch an einer Franch…” – “… an einem potentiellen Baldur’s-Gate-Nachfolger. Da hatte schon die Vorlage keine ernstzunehmende Story.” B, am Boden, flehend: “Dann lasst uns wenigstens die Interface-Designer!”

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Prince of Persia

13. Januar 2009

Prince of PersiaBei allem Negativen, was man über das neue Prince of Persia sagen kann: Es hat mich mit seinem traumhaft inszenierten Finale gestern bis in die Morgenstunden an den Bildschirm gefesselt. Mit einem letzten, entscheidenden Dreh wird die bis dahin eher seichte Geschichte zu einem nachdenklich stimmenden Ende geführt, das wohl die wenigsten Spieler so werden kommen sehen, das gleichzeitig aber gekonnt den Bogen zurück zum Anfang schlägt. (weiterlesen …)

Durchgespielt

9. Januar 2009

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Meiner Meinung nach war World of Warcraft nie besser als jetzt im Moment, zu Zeiten von Wrath of the Lichking. Nur die Zeiten selbst, die waren schonmal besser für Onlinerollenspiele. Etwas über einen Monat habe ich gebraucht, um Level 80 zu erreichen, einen Großteil der Quests in Nordend zu absolvieren, sämtliche neuen Fünf-Mann-Dungeons zu sehen und – einmal, in einem einzigen fünfstündigen Rutsch – Naxxramas zu säubern.

Für viele fängt das Spiel an diesem Punkt erst an. Stück für Stück kann man nun Achievements sammeln, seine Ausrüstung verbessern, tägliche Quests erledigen, wasweißichnichtwas tun. Für mich ist das Spiel hier eigentlich zu Ende. Was ich sehen wollte, habe ich gesehen, und Dania, Winterhauchengel und Entdeckerin, kann ich – so wie sie ist – einmotten. Fit für den Start der nächsten Erweiterung in schätzungsweise zwei Jahren ist sie inzwischen.

Am 25. Dezember war ich das letzte Mal online, gestern habe ich den Account mal wieder gekündigt.

Kurzer Sehtest zum Abschluss: Wo liegt der Fehler in folgendem Bild?

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*Ding*

23. Dezember 2008

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Ich heiße Ethêya, ich haue Kobolde um

29. November 2008

Was ist der Unterschied zwischen Nietzsche, dem toten Philosoph, und Gedärmeorgel, dem untoten Hexenmeister?

Die Antwort darauf liefert Sasa Stanisics auf faz.net veröffentlichter Selbstversuch in World of Warcraft.

Selten habe ich sowohl die positiven wie auch die negativen Seiten dieses Spiels so gut und humorvoll in einem persönlichen Erfahrungsbericht zusammengefasst gesehen. Vor ein paar Jahren hätten wir gesagt: DAS ist New Games Journalism. Zumindest ist es genau das, was der Großteil der Spielejournalisten da draußen immer noch weder beherrscht noch überhaupt verstanden hat.

Spielerisch foltern

26. November 2008

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Über den Wolken

26. November 2008

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Dania unterwegs mit der “Geist von Gnomeregan”, bei deren Zusammenbau sie tatkräftig mitgeholfen hat.