Losgelöster Soundtrack
19. November 2008Ich bin Soundtrack-Fetischist. Packst Du in eine Videospiel-Collector’s-Edition den Soundtrack zum Spiel, kannst Du normalerweise sicher sein, dass ich um jeden Preis die große Box kaufe, auch wenn mich der Rest der Extras einen Dreck interessiert – weil billige Plastikfiguren und schlecht gedruckte Landkarten ja auch schlicht Dreck sind.
Trotzdem besitze ich nur die Standardbox von Wrath of the Lich King. Der Grund? Ich kaufe relativ häufig im iTunes Music Store ein. Offenbar im Gegensatz zu einem Großteil der WoW-Spieler, die noch immer der festen Überzeugung sind, die Soundtrack-CD gäbe es nur in der Collector’s Edition und die deshalb auch oft genug zur großen Packung greifen. Stimmt aber nicht!


“Ich! Bin nicht! Schneewittchen!” Mit Ascarons lockerem, sich selbst erfrischend wenig ernst nehmenden Action-Rollenspiel Sacred hatte ich 2004 viele Wochen Spaß. Um so erstaunlicher, dass ich mit der auf der Games Convention 2008 gezeigten Demo-Version von Sacred 2 überhaupt nichts anfangen konnte. Dafür sorgten vor allem die hakelige Steuerung und der gewöhnungsbedürftige, nicht verstellbare Kamerawinkel, der für mein Gefühl immer etwas weniger vom Geschehen zeigte, als angenehm gewesen wäre. Inzwischen gibt es die Demo überall im Internet und ich bin mit der Seraphim, meinem Lieblings-Kampfengel aus dem Vorgänger, drei Stunden durch die Startgebiete gelatscht. 
Möglichkeiten, sich über Electronic Arts aufzuregen, gab es in der Vergangenheit zwar auch schon zur Genüge, aber so einfach wie bei der aktuellen 
Hooray, meine erste Kreatur hat es durch das Stammes- und das Zivilisationszeitalter in den Weltraum geschafft. Nur leider ist sie dort gescheitert. Was, möchte ich behaupten, weniger an mir als an der Erwartungshaltung, die Spore weckt, liegt. Während man in den vorhergehenden Phasen immer recht klar definierte Ziele zu verfolgen hat, um weiter aufzusteigen, fehlen diese in der Weltraumphase zuerst. Dafür gibt einem das Spiel endlich wirklich weitreichende Möglichkeiten an die Hand, für die Reise zu anderen Planeten, für Terraforming, für den Umgang mit außerirdischen Zivilisationen. Ich bin dem Irrtum aufgesessen, man könnte erst einmal relaxed mit all diesen Möglichkeiten experimentieren und habe lange an einem Nachbarplaneten herumterraformt. Großer Fehler: Die Uhr tickt unerbittlich und ehe man sich versieht, ist man zwischen anderen außerirdischen Reichen eingekeilt, was die eigene Expansion unheimlich erschwert, wenn nicht unmöglich macht. Spaß macht es jedenfalls nicht mehr. Also hopp, wieder in die Zellenphase und mit neuen Kreaturen begonnen!