Archiv für die ‘Videospiele’-Kategorie

Losgelöster Soundtrack

19. November 2008

Ich bin Soundtrack-Fetischist. Packst Du in eine Videospiel-Collector’s-Edition den Soundtrack zum Spiel, kannst Du normalerweise sicher sein, dass ich um jeden Preis die große Box kaufe, auch wenn mich der Rest der Extras einen Dreck interessiert – weil billige Plastikfiguren und schlecht gedruckte Landkarten ja auch schlicht Dreck sind.

Trotzdem besitze ich nur die Standardbox von Wrath of the Lich King. Der Grund? Ich kaufe relativ häufig im iTunes Music Store ein. Offenbar im Gegensatz zu einem Großteil der WoW-Spieler, die noch immer der festen Überzeugung sind, die Soundtrack-CD gäbe es nur in der Collector’s Edition und die deshalb auch oft genug zur großen Packung greifen. Stimmt aber nicht!

3 > 2

18. November 2008

Wenn ich mit einem nicht gerechnet hätte, dann mit der Notwendigkeit, für Wrath of the Lichking meinen Rechner aufzurüsten. Doch so ist es nun gekommen. Nein, es liegt nicht an der CPU. Ein Core 2 Duo mit 2,4 GHz reicht auch weiterhin. Mit meiner GeForce 7 bin ich auch im grünen Bereich, solange ich auf hochqualitativen Schattenwurf verzichten kann.

Aber was den Bedarf an Arbeitsspeicher angeht, sind die Angaben auf der Verpackung von WotLK schlicht gelogen. Mit zwei Gigabyte RAM gewinnt man unter Windows Vista keinen Blumentopf mehr. Da macht sich die höhere grafische Qualität dann deutlich bemerkbar: Insbesondere bei Greifenflügen, wenn Unmengen an Landschaftsdaten schnell durchs System geschleust werden müssen, genehmigt sich WoW jetzt fast doppelt so viel Arbeitsspeicher wie vor dem AddOn.

Also flugs ein weiteres Gigabyte installiert und siehe da: Sah ich vor der Aufrüstung bei längeren Greifenflügen manchmal nur vereinzelt alle paar Sekunden neue Bilder, während die Festplatte im Dauerbetrieb versuchte, die Grafikkarte zu übertönen, so läuft jetzt wieder alles geschmeidig.

Merke: Für Wrath of the Lichking sind 3 Gigabyte Arbeitsspeicher unter Vista quasi Pflicht. Da wären wir dann an der Obergrenze dessen, was unter 32-Bit-Betriebssystemen überhaupt möglich ist.

Utgarde

18. November 2008

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Zum ersten Mal bin ich heute mit der Gilde durch Burg Utgarde geheizt und habe mich den Vyrkul in den Weg gestellt. Toll designte Einstiegsinstanz mit leichtem Schwierigkeitsgrad, geringem Zeitbedarf und vor allem in wunderschöner Grafik. Die Parallelen zwischen Utgarde und der Höllenfeuerzitadelle, der damaligen Einstiegsinstanz von The Burning Crusade dürften wohl jedem aufgefallen sein. Der Unterschied ist nur, dass Utgarde die alte Zitadelle qualitativ dermaßen deklassiert, dass man den Eindruck bekommt, Blizzard hätte damals mit The Burning Crusade nur ein bisschen geübt, um uns jetzt das erste richtige Erweiterungspack vorzulegen.

Wrath of the Lich King

16. November 2008

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Ein wunderbares Wochenende in Nordend liegt hinter mir. Die neuen Landschaften, die Siedlungen und Orte, die neuen Geschichten und handelnden Personen in der Boreanischen Tundra, das alles finde ich so herrlich, dass ich aus dem Staunen nicht mehr heraus und vom Computer kaum mehr los komme. Die rauen Lebensbedingungen in den Nordlanden und die ständige Gefahr durch die Wiederkehr des Lichkönigs liegen thematisch deutlich näher am ursprünglichen World of Warcraft als das erste Erweiterungspack The Burning Crusade und vor allem: die deutlich dezentere Farbgebung schmerzt nicht mehr so in den Augen wie die teils ausgesprochen grell inszenierte Scherbenwelt. (weiterlesen …)

Gefährliches Flimmern

15. Oktober 2008

Christian Pöhlmann widmet sich auf endoflevelboss.de aktuell dem Jugendmedienschutz in Deutschland. Speziell beschäftigt er sich mit der Art und Weise, wie mit “gewaltbeherrschten” Computerspielen hierzulande umgegangen wird, sowie mit den Verschlimmbesserungen, die der Jugendmedienschutz Deutschlands im Laufe des vergangenen Jahres erfahren hat. Ein pointierter, objektiver, lesenswerter Artikel, der die aktuelle Situation besser zusammenfasst, als ich das jemals könnte.

Sacred 2 – Die Demo

27. September 2008

Sacred 2“Ich! Bin nicht! Schneewittchen!” Mit Ascarons lockerem, sich selbst erfrischend wenig ernst nehmenden Action-Rollenspiel Sacred hatte ich 2004 viele Wochen Spaß. Um so erstaunlicher, dass ich mit der auf der Games Convention 2008 gezeigten Demo-Version von Sacred 2 überhaupt nichts anfangen konnte. Dafür sorgten vor allem die hakelige Steuerung und der gewöhnungsbedürftige, nicht verstellbare Kamerawinkel, der für mein Gefühl immer etwas weniger vom Geschehen zeigte, als angenehm gewesen wäre. Inzwischen gibt es die Demo überall im Internet und ich bin mit der Seraphim, meinem Lieblings-Kampfengel aus dem Vorgänger, drei Stunden durch die Startgebiete gelatscht. (weiterlesen …)

Ruhe in Frieden, Lady Prestor

19. September 2008

Katrana Prestor, Anduin Wrynn und Hochlord Bolvar Fordragon

Früher oder später musste das so kommen. Wenn man in einem Onlinerollenspiel wie World of Warcraft mit jeder neuen Erweiterung die Geschichte ein klein wenig weitererzählen will, dann entstehen in der großen, zusammenhängenden Spielwelt irgendwann zeitliche Konflikte zwischen den alten Inhalten, die den Stand von vor vier Jahren erzählen, und den aktuellen Ereignissen. Nachdem Kindkönig Anduin Wrynn mit Unterstützung des Hochlords Bolvar Fordragon lange Zeit in Stormwind regiert hat, ist sein Vater Varian Wrynn endlich zurückgekehrt. Gemeinsam stehen Vater und Sohn im neu gestalteten Thronsaal von Stormwind, während Fordragon sich bereits auf dem Weg nach Northrend befindet. Aktuell völlig aus der Spielwelt verschwunden ist die auf obigem Bild noch sichtbare Lady Katrana Prestor. Kein Wunder, wurde die intrigante Person im Laufe der WoW-Geschichte doch schon unzählige Male von Spielern besiegt. Aus dem Thronsaal verschwunden ist mit Fordragon und ihr allerdings auch eine der schönsten Questreihen, die das ursprüngliche World of Warcraft vor vier Jahren zu bieten hatte. (weiterlesen …)

Spore und sein Kopierschutz III

17. September 2008

EAMöglichkeiten, sich über Electronic Arts aufzuregen, gab es in der Vergangenheit zwar auch schon zur Genüge, aber so einfach wie bei der aktuellen Diskussion um das Nutzungskontrollsystem in Spore haben sie es einem echt noch nie gemacht. Nach all den negativen Kundenreaktionen, vor allem bei Amazon.com, verteidigte jetzt Mariam Sughayer von EA gegenüber Gamasutra den Einsatz der Onlineauthentifikation und die Beschränkung auf lediglich drei mögliche Aktivierungen. (weiterlesen …)

World of Warcraft PTR 3.0.2 – Installation

14. September 2008

Der letzte Patch vor dem nächsten Addon kommt auf die Testserver und was verlangt Blizzard bei der Installation von uns? World of Warcraft aus dem Programme-Ordner in den Benutzerordner zu verschieben! Wie lange genau hat es gedauert, bis Microsoft es mit Vista endlich geschafft hat, den Benutzern die dauerhaften Administratorrechte zu nehmen? Die Software im Programme-Ordner vor Manipulationen zu schützen, weil für jede Änderung dort eine Nachfrage beim Benutzer notwendig ist? Ewig und drei Tage. Aber seit Vista funktioniert es, es funktioniert paradoxerweise sogar schon seit mehr als anderthalb Jahren mit World of Warcraft. Warum will Blizzard das Programm nun plötzlich im Benutzerordner platziert wissen, unter C:\Users\Public\Games\World of Warcraft Public Test, wo es nun wahrlich nichts zu suchen hat?

Installation PTR 3.0.2

Spore und seine Kreaturen II

14. September 2008

SporeHooray, meine erste Kreatur hat es durch das Stammes- und das Zivilisationszeitalter in den Weltraum geschafft. Nur leider ist sie dort gescheitert. Was, möchte ich behaupten, weniger an mir als an der Erwartungshaltung, die Spore weckt, liegt. Während man in den vorhergehenden Phasen immer recht klar definierte Ziele zu verfolgen hat, um weiter aufzusteigen, fehlen diese in der Weltraumphase zuerst. Dafür gibt einem das Spiel endlich wirklich weitreichende Möglichkeiten an die Hand, für die Reise zu anderen Planeten, für Terraforming, für den Umgang mit außerirdischen Zivilisationen. Ich bin dem Irrtum aufgesessen, man könnte erst einmal relaxed mit all diesen Möglichkeiten experimentieren und habe lange an einem Nachbarplaneten herumterraformt. Großer Fehler: Die Uhr tickt unerbittlich und ehe man sich versieht, ist man zwischen anderen außerirdischen Reichen eingekeilt, was die eigene Expansion unheimlich erschwert, wenn nicht unmöglich macht. Spaß macht es jedenfalls nicht mehr. Also hopp, wieder in die Zellenphase und mit neuen Kreaturen begonnen! (weiterlesen …)