Alice im Wunderland

Alice im WunderlandEin neuer Tim Burton, natürlich wieder mit Johnny Depp, Helena Bonham Carter und Danny Elfman im Gepäck. Elfman gibt den Ton vor: sein Soundtrack klingt zu keinem Zeitpunkt nach mehr als Fließbandarbeit; ich höre hier nichts, was ich nicht in unzähligen älteren Elfman-Soundtracks bereits gehört hätte.

Mit dem Rest des Films ist es leider ähnlich. Das Wunderland sieht zwar nach Burton aus, aber es wirkt leblos, zu sehr wie digitale Kulisse. Handgemachte Kulissen passen zu Burtons Flair einfach besser als CGI. Schade, dass er selbst das anscheinend nicht so sieht.

Und die Figuren? Carrolls Vorlage enthielt verrückte Charaktere, derer man sich nie so ganz sicher sein konnte. Burtons Figuren haben bestenfalls einen kleinen Sprung in der Schüssel, bleiben davon abgesehen aber blaß. Sofort ist klar, wo jeder steht.

Wo ist die Gefahr? Wo ist das Wundersame? Wo ist das Geheimnis?

2 Kommentare zu “Alice im Wunderland”

  1. onkl

    Bisher habe ich zwar nur den Soundtrack gehört, aber dieser Fließbandtrend stellt sich in der Burton/Elfman Clique schon seit längerem ein. Nur noch Variationen des gleichen Stils und leider schon zu oft gesehen und gehört als dass es noch vom Hocker haut. Never touch a running system?

    Angucken werde ich ihn vermutlich dennoch. Die CGI Landschaft schien mir im Trailer ganz ordentlich.

  2. Herr Klein

    Endlich jemand der mir aus der Seele spricht. Alice fand ich sehr mittelmäßig. Lustiger weise habe ich wenige Tage danach zum ersten Mal Charlie und die Schokoladenfabrik gesehen und der gefiel mir um Welten besser.

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