I am Legend
Warum genau entfernt man sich in der zweiten Filmhälfte von I am Legend eigentlich immer weiter von Mathesons literarischer Vorlage – nicht, dass ich die gelesen hätte, aber schon grob deren Inhalt zu kennen, reicht, um der inzwischen dritten Verfilmung jede unnötige, große Logiklöcher hinterlassende Änderung dick anzukreiden -, nur um uns schließlich – Achtung, Spoiler! – ein typisch hollywoodeskes Friedefreudeeierkuchenende zu präsentieren, bei dem – noch mehr Spoiler! – der Held sein Leben für das Vaterland gibt und – Big Spoiler! – zwei Drittel der Filmhandlung nachträglich zur göttlichen Fügung verklärt werden?
Wahrscheinlich, damit der Film auch wirklich das Ganz Große Publikum findet. Was im Grunde ja ein legitimer Ansatz ist und nur deshalb so wahnsinnig enttäuscht, weil der Beginn des Films – bis zum Auftauchen des ersten, mit übermenschlichen Fähigkeiten ausgestatteten Vampirzombies – so großartig ist. Die bisher beste schauspielerische Leistung Will Smiths, innerhalb eines hervorragend entworfenen postapokalyptischen Manhattans.