Das Stück, um das es geht, ist Beethovens dritte Sinfonie – die Eroica. Und wir sind da diese Woche in einer beispiellosen Geschwindigkeit durchgehetzt. Ich bin gespannt, wie das auf CD letztendlich klingen wird.
Die Dirigenten sind übrigens der amtierende Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly und seine beiden Vorgänger.
Was mich da am meisten interessieren würde, ist der Punkt WO Zeit gespart wurde.
Kürzere Pausen zwischen Absätzen bzw. weniger “ausklingen” lassen von irgendwelchen Teilen?
Oder ist das Gros der Zeit wirklich damit gewonnen, dass ihr schneller spielt? Aber wie zwingt euch der Dirigent, schneller zu spielen? Fuchtelt der dann auch schneller mit den Händen? Ich nahm bisher immer an das er damit eher Einsatz, Lautstärke etc. fordert/anzeigt, ihr aber tempomässig den Noten auf dem Blatt folgt. *g*
Den Großteil gewinnst Du wirklich durch schnelleres Spielen. Die Noten (Viertel, Achtel, Halbe…) geben ja nur ihre Dauer im Verhältnis jeweils zueinander an, aber nicht das absolute Tempo.
Tempobezeichnungen wie “Allegro” oder “Andante” sind relativ schwammig. Bezeichnungen, die genau angeben, wieviele Viertel oder Achtel in einer Minute untergebracht werden sollten, sind etwas seltener und unterliegen trotzdem dem Ermessen des Dirigenten. Beethovens eigene Tempobezeichnungen sind zum Beispiel irrsinnig schnell und werden von kaum einem Dirigenten so übernommen. Das ist künstlerische Freiheit.
Der Dirigent zeigt tatsächlich Tempo (schnelleres Fuchteln, tatsächlich *g*), einzelne Einsätze und Dynamik/Lautstärke und so weiter an. Alles auf einmal. Was erklärt, warum es relativ wenige wirklich gute Dirigenten gibt, denn Dirigieren ist bei weitem nicht so einfach, wie es aussehen mag.
Letztendlich ist der Typ da vorne am Dirigentenpult für die Interpretation, das künstlerische Gesamtkonzept, verantwortlich und muss das an Dutzende Musiker weitervermitteln. Ich möcht’ den Job nicht haben. :)
Allerdings wird es noch eine ganze Weile dauern, bis die CD davon irgendwo im Handel zu sehen sein wird. Das wird nämlich eine Komplettbox mit allen neun Sinfonien (völlig neue Idee, ich weiß *g*), und von denen fehlen uns bisher noch einige.
Unabhängig von uns und unserem Tempo: Falls Du generell an einer guten (und bezahlbaren) Einspielung der Beethoven-Sinfonien interessiert bist, dann kann ich die Aufnahme der Staatskapelle Dresden unter Herbert Blomstedt nur wärmstens empfehlen. Auch wenn die inzwischen schon dreißig Jahre auf dem Buckel hat.
4. Oktober 2008 um 17:24 Uhr
Sind das Dirigenten und die Zeitangabe die “Geschwindigkeit”, in der sie Stücke bzw. Aufführungen “schaffen”? :D
5. Oktober 2008 um 12:53 Uhr
Volltreffer!
Das Stück, um das es geht, ist Beethovens dritte Sinfonie – die Eroica. Und wir sind da diese Woche in einer beispiellosen Geschwindigkeit durchgehetzt. Ich bin gespannt, wie das auf CD letztendlich klingen wird.
Die Dirigenten sind übrigens der amtierende Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly und seine beiden Vorgänger.
5. Oktober 2008 um 21:01 Uhr
:D
Was mich da am meisten interessieren würde, ist der Punkt WO Zeit gespart wurde.
Kürzere Pausen zwischen Absätzen bzw. weniger “ausklingen” lassen von irgendwelchen Teilen?
Oder ist das Gros der Zeit wirklich damit gewonnen, dass ihr schneller spielt? Aber wie zwingt euch der Dirigent, schneller zu spielen? Fuchtelt der dann auch schneller mit den Händen? Ich nahm bisher immer an das er damit eher Einsatz, Lautstärke etc. fordert/anzeigt, ihr aber tempomässig den Noten auf dem Blatt folgt. *g*
7. Oktober 2008 um 21:14 Uhr
Den Großteil gewinnst Du wirklich durch schnelleres Spielen. Die Noten (Viertel, Achtel, Halbe…) geben ja nur ihre Dauer im Verhältnis jeweils zueinander an, aber nicht das absolute Tempo.
Tempobezeichnungen wie “Allegro” oder “Andante” sind relativ schwammig. Bezeichnungen, die genau angeben, wieviele Viertel oder Achtel in einer Minute untergebracht werden sollten, sind etwas seltener und unterliegen trotzdem dem Ermessen des Dirigenten. Beethovens eigene Tempobezeichnungen sind zum Beispiel irrsinnig schnell und werden von kaum einem Dirigenten so übernommen. Das ist künstlerische Freiheit.
Der Dirigent zeigt tatsächlich Tempo (schnelleres Fuchteln, tatsächlich *g*), einzelne Einsätze und Dynamik/Lautstärke und so weiter an. Alles auf einmal. Was erklärt, warum es relativ wenige wirklich gute Dirigenten gibt, denn Dirigieren ist bei weitem nicht so einfach, wie es aussehen mag.
Letztendlich ist der Typ da vorne am Dirigentenpult für die Interpretation, das künstlerische Gesamtkonzept, verantwortlich und muss das an Dutzende Musiker weitervermitteln. Ich möcht’ den Job nicht haben. :)
9. Oktober 2008 um 21:32 Uhr
Man lernt nie aus. *g*
17. Oktober 2008 um 21:43 Uhr
Haha, echt fettes Tempo dass ihr da an den Tag legt !! :-). Kann man die CD irgendwo erwerben?
18. Oktober 2008 um 07:48 Uhr
Aufgenommen wurde es jedenfalls.
Allerdings wird es noch eine ganze Weile dauern, bis die CD davon irgendwo im Handel zu sehen sein wird. Das wird nämlich eine Komplettbox mit allen neun Sinfonien (völlig neue Idee, ich weiß *g*), und von denen fehlen uns bisher noch einige.
Unabhängig von uns und unserem Tempo: Falls Du generell an einer guten (und bezahlbaren) Einspielung der Beethoven-Sinfonien interessiert bist, dann kann ich die Aufnahme der Staatskapelle Dresden unter Herbert Blomstedt nur wärmstens empfehlen. Auch wenn die inzwischen schon dreißig Jahre auf dem Buckel hat.