Ich heiße Ethêya, ich haue Kobolde um

29. November 2008

Was ist der Unterschied zwischen Nietzsche, dem toten Philosoph, und Gedärmeorgel, dem untoten Hexenmeister?

Die Antwort darauf liefert Sasa Stanisics auf faz.net veröffentlichter Selbstversuch in World of Warcraft.

Selten habe ich sowohl die positiven wie auch die negativen Seiten dieses Spiels so gut und humorvoll in einem persönlichen Erfahrungsbericht zusammengefasst gesehen. Vor ein paar Jahren hätten wir gesagt: DAS ist New Games Journalism. Zumindest ist es genau das, was der Großteil der Spielejournalisten da draußen immer noch weder beherrscht noch überhaupt verstanden hat.

Spielerisch foltern

26. November 2008

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Über den Wolken

26. November 2008

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Dania unterwegs mit der “Geist von Gnomeregan”, bei deren Zusammenbau sie tatkräftig mitgeholfen hat.

Losgelöster Soundtrack

19. November 2008

Ich bin Soundtrack-Fetischist. Packst Du in eine Videospiel-Collector’s-Edition den Soundtrack zum Spiel, kannst Du normalerweise sicher sein, dass ich um jeden Preis die große Box kaufe, auch wenn mich der Rest der Extras einen Dreck interessiert – weil billige Plastikfiguren und schlecht gedruckte Landkarten ja auch schlicht Dreck sind.

Trotzdem besitze ich nur die Standardbox von Wrath of the Lich King. Der Grund? Ich kaufe relativ häufig im iTunes Music Store ein. Offenbar im Gegensatz zu einem Großteil der WoW-Spieler, die noch immer der festen Überzeugung sind, die Soundtrack-CD gäbe es nur in der Collector’s Edition und die deshalb auch oft genug zur großen Packung greifen. Stimmt aber nicht!

3 > 2

18. November 2008

Wenn ich mit einem nicht gerechnet hätte, dann mit der Notwendigkeit, für Wrath of the Lichking meinen Rechner aufzurüsten. Doch so ist es nun gekommen. Nein, es liegt nicht an der CPU. Ein Core 2 Duo mit 2,4 GHz reicht auch weiterhin. Mit meiner GeForce 7 bin ich auch im grünen Bereich, solange ich auf hochqualitativen Schattenwurf verzichten kann.

Aber was den Bedarf an Arbeitsspeicher angeht, sind die Angaben auf der Verpackung von WotLK schlicht gelogen. Mit zwei Gigabyte RAM gewinnt man unter Windows Vista keinen Blumentopf mehr. Da macht sich die höhere grafische Qualität dann deutlich bemerkbar: Insbesondere bei Greifenflügen, wenn Unmengen an Landschaftsdaten schnell durchs System geschleust werden müssen, genehmigt sich WoW jetzt fast doppelt so viel Arbeitsspeicher wie vor dem AddOn.

Also flugs ein weiteres Gigabyte installiert und siehe da: Sah ich vor der Aufrüstung bei längeren Greifenflügen manchmal nur vereinzelt alle paar Sekunden neue Bilder, während die Festplatte im Dauerbetrieb versuchte, die Grafikkarte zu übertönen, so läuft jetzt wieder alles geschmeidig.

Merke: Für Wrath of the Lichking sind 3 Gigabyte Arbeitsspeicher unter Vista quasi Pflicht. Da wären wir dann an der Obergrenze dessen, was unter 32-Bit-Betriebssystemen überhaupt möglich ist.

Utgarde

18. November 2008

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Zum ersten Mal bin ich heute mit der Gilde durch Burg Utgarde geheizt und habe mich den Vyrkul in den Weg gestellt. Toll designte Einstiegsinstanz mit leichtem Schwierigkeitsgrad, geringem Zeitbedarf und vor allem in wunderschöner Grafik. Die Parallelen zwischen Utgarde und der Höllenfeuerzitadelle, der damaligen Einstiegsinstanz von The Burning Crusade dürften wohl jedem aufgefallen sein. Der Unterschied ist nur, dass Utgarde die alte Zitadelle qualitativ dermaßen deklassiert, dass man den Eindruck bekommt, Blizzard hätte damals mit The Burning Crusade nur ein bisschen geübt, um uns jetzt das erste richtige Erweiterungspack vorzulegen.

Wrath of the Lich King

16. November 2008

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Ein wunderbares Wochenende in Nordend liegt hinter mir. Die neuen Landschaften, die Siedlungen und Orte, die neuen Geschichten und handelnden Personen in der Boreanischen Tundra, das alles finde ich so herrlich, dass ich aus dem Staunen nicht mehr heraus und vom Computer kaum mehr los komme. Die rauen Lebensbedingungen in den Nordlanden und die ständige Gefahr durch die Wiederkehr des Lichkönigs liegen thematisch deutlich näher am ursprünglichen World of Warcraft als das erste Erweiterungspack The Burning Crusade und vor allem: die deutlich dezentere Farbgebung schmerzt nicht mehr so in den Augen wie die teils ausgesprochen grell inszenierte Scherbenwelt. Weiterlesen »

Einfache Erweiterung

9. November 2008

Mac OS XWenn man seinen Mac schon eine Weile besitzt, sind Aha-Erlebnisse irgendwann nicht mehr unbedingt an der Tagesordnung. Man gewöhnt sich so herrlich schnell an Dinge, die “einfach funktionieren”. Heute war es doch mal wieder so weit. Die 80-Gigabyte-Festplatte meines MacBooks platzte aus allen Nähten und schrie nach Ablösung.

Kurz das Time-Machine-Backup aktualisieren, mit wenigen Handgriffen die alte Platte gegen ein 320-Gigabyte-Modell austauschen, Notebook von der Leopard-CD starten und den gesamten Laufwerksinhalt von Time Machine wiederherstellen lassen. In etwas über einer Stunde problemlos erledigt. Beim nächsten Systemstart tat das MacBook dann so, als hätte es nie irgendetwas anderes als die 320er-Platte eingebaut gehabt. Angenehmer Nebeneffekt: die neue Festplatte ist nicht nur größer, sondern auch deutlich schneller. Mich wundert das etwas, weil ich nur zur Western Digital Scorpio mit 5400 Umdrehungen gegriffen habe und nicht zur Scorpio Black, die mit 7200 Umdrehungen brummkreiselt. Wie kann die alte Platte noch langsamer gewesen sein? Sie war es jedenfalls, der Unterschied ist gewaltig.

Um abschließend der Gerechtigkeit Genüge zu tun: Windows Vista bringt solche Umzüge dank Complete-PC-Backup ähnlich problemlos über die Bühne, und tat das auch schon, bevor Apple mit großem Tamtam die Time Machine einführte. “Complete PC” klingt nur nicht so sexy wie “Time Machine” und hat außerdem nicht diese hübschen Sternenflug-Effekte, während man durch die Vergangenheit seiner Festplatte surft.

Halloween

1. November 2008

Menschen bei Nacht

Die Nächte sind nicht für die Menge gemacht.
Von deinem Nachbar trennt dich die Nacht
und du sollst ihn nicht suchen trotzdem.
Und machst du nachts deine Stube licht,
um Menschen zu schauen ins Angesicht,
so mußt du bedenken: wem.

Die Menschen sind furchtbar vom Licht entstellt,
das von ihren Gesichtern träuft,
und haben sie nachts sich zusammengesellt,
so schaust du eine wankende Welt
durcheinandergehäuft.
Auf ihren Stirnen hat gelber Schein
alle Gedanken verdrängt,
in ihren Blicken flackert der Wein,
an ihren Händen hängt
die schwere Gebärde, mit der sie sich
bei ihren Gesprächen verstehn;
und dabei sagen sie: Ich und Ich
und meinen: Irgendwen.

Rainer Maria Rilke

Die Relevanz des Blickwinkels

22. Oktober 2008

“Als letzte, äußerste Barriere erweist sich die eigene Perspektive.”
Terry Pratchett, “Die dunkle Seite der Sonne”