Bambärch

Das Wochenende in Bayern verbracht und die Zeit genossen. Auf der Jagd nach einem Weihnachtsgeschenk für den kleinen Bruder schließlich in einem Laden fündig geworden, der überwiegend Holzspielzeug und pädagogisch Wertvolles anzubieten hatte. Ein Laden, in dem EC- und Kreditkarten unerwünscht sind, die zu bezahlende Summe mit dem Taschenrechner ermittelt und die Rechnung handgeschrieben wird. Man muss Bamberg schlicht schon deshalb mögen, weil solche Läden dort überleben können.
Von dem Hutladen in der Nähe des Rathauses ganz zu schweigen. Mit Kopfbedeckungen und Kunden angefüllt bis unters Dach. Ich hätte mir glatt so einen typischen Bogart-Hut gekauft, wäre er noch in meiner Größe und in schwarz vorrätig gewesen. Überhaupt: Hüte sollten wieder Trend werden. Richtige Hüte! Nicht die Kopfsocken, die sich so großer Beliebtheit erfreuen.
Ausklingen ließen wir den Abend beim Christmas Clubbing der Bamberger Studenten. Laut, voll, mit seltsamer Musikauswahl und fiesen Engpässen beim Getränkenachschub. Trotzdem beeindruckende Angelegenheit mit großem Unterhaltungswert, weil passende Abendgarderobe Pflicht war. Und die Ansichten darüber, was unter “passender Abendgarderobe” zu verstehen sei, gingen weit auseinander. Mein Liebling war ja der Typ, der an der Bar fast zehn Minuten neben mir stand. Schwarzer Anzug, weißes Hemd und schwarze Krawatte. Für Beerdigungen hervorragend geeignet.