Rayman Raving Rabbids 2
DaAaAAaHhH!! In einem Anfall spontanen Wahnsinns habe ich Rayman Raving Rabbids 2 für einen gemeinschaftlichen Wii-Abend gekauft, die vielen mittelmäßigen bis schlechten Bewertungen in der Fachpresse mutig ignorierend. Es hat sich ausgezahlt, denn RRR2 ist im Vergleich zum Vorgänger in vielerlei Hinsicht das bessere Spiel.
Wenn man damals im ersten Teil zu viert flott ein paar Minispiele absolvieren wollte, legten einem die verrückten Hasen noch jede Menge Hindernisse in den Weg: Die meisten Spielchen mussten zuerst im Solomodus freigeschaltet werden und eine ganze Reihe an Aufgaben konnte nur jeweils allein oder zu zweit angegangen werden, so dass zwei bis drei Hasendompteure untätig auf der Couch herumlümmeln mussten.
Das ist nun nicht mehr so. Auf einen Alibi-Storymodus wurde völlig verzichtet, das Freischalten von Minispielen und Hasenkostümen kann man im Vorübergehen im Multiplayer erledigen und die allermeisten Spiele erlauben es, dass bis zu vier Spieler gleichzeitig aktiv werden. Die Tanzspiele reagieren deutlich akkurater auf Spielereingaben und die Sammlung hat insgesamt endlich eine brauchbare Menüführung erhalten – eben mal das eine lustige Spielchen zu finden, bei dem man mit dem Handy im Kino telefonieren muss, ist nun deutlich einfacher als im unübersichtlichen Vorgänger.
Dafür, dass mehr Spieler gleichzeitig aktiv werden können, zahlt man allerdings einen Preis: Spielkonzepte, bei denen man mit der Wiimote auf den Fernseher zeigen muss, eignen sich prinzipbedingt eher für Einzelspieler. Es überwiegen in RRR2 daher Ideen, die auf Schütteln und Schwenken der Fernbedienung sowie auf dem Erkennen des Neigungswinkels beruhen. Auf Dauer ist das etwas eintönig.
Ein großes Manko teilen letztlich beide Folgen der verrückten Kleintiershow: Die Anzahl an Minispielen ist reichlich begrenzt, was umso schmerzhafter ist, da der Brachialhumor nicht lange vorhält – so lustig wie beim allerersten Spielen sind die Gags später halt nie wieder.