Spore und seine Kreaturen II
Hooray, meine erste Kreatur hat es durch das Stammes- und das Zivilisationszeitalter in den Weltraum geschafft. Nur leider ist sie dort gescheitert. Was, möchte ich behaupten, weniger an mir als an der Erwartungshaltung, die Spore weckt, liegt. Während man in den vorhergehenden Phasen immer recht klar definierte Ziele zu verfolgen hat, um weiter aufzusteigen, fehlen diese in der Weltraumphase zuerst. Dafür gibt einem das Spiel endlich wirklich weitreichende Möglichkeiten an die Hand, für die Reise zu anderen Planeten, für Terraforming, für den Umgang mit außerirdischen Zivilisationen. Ich bin dem Irrtum aufgesessen, man könnte erst einmal relaxed mit all diesen Möglichkeiten experimentieren und habe lange an einem Nachbarplaneten herumterraformt. Großer Fehler: Die Uhr tickt unerbittlich und ehe man sich versieht, ist man zwischen anderen außerirdischen Reichen eingekeilt, was die eigene Expansion unheimlich erschwert, wenn nicht unmöglich macht. Spaß macht es jedenfalls nicht mehr. Also hopp, wieder in die Zellenphase und mit neuen Kreaturen begonnen!
Ich präsentiere: das grüne Warzenschwein. Keine Sorge, das Tier ist friedlicher, als es aussieht. Eigentlich will es alle anderen Kreaturen einfach nur liebhaben, was mit diesem Aussehen und auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad nicht allzu leicht fällt.

Sein Gegenspieler ist ausgerechnet ein alter Bekannter, der in einem früheren Spiel von mir selbst erschaffene blaue Flugelch. Das Biest ist nun wirklich fies, hat alles drauf, was man in der Kreaturenphase so an Zerstörungsfähigkeiten beherrschen kann und wohnt noch dazu direkt nebenan. Das bedeutet große Schwierigkeiten, denn erstens gehen die Elche immer gleich zu zweit oder zu dritt auf Patrouille und zweitens macht schon ein einzelner Elch ein Warzenschwein in Rekordzeit platt. Jetzt kann das Schwein, dem “Sirenenlied” sei Dank, den Elch zwar erstmal friedlich stimmen, doch kaum fängt man an, ein bisschen mit ihm herumzutanzen und zu singen, schon kommt der nächste blaue Fressfeind um die Ecke, holt den eingelullten Kumpel zurück auf den Boden der Tatsachen und schickt Schweini in den Kreaturenhimmel.

Zum Glück bedeutet das nicht, dass das Elchrudel keine eigenen Probleme hätte. Deren Nachbarn nämlich sind die ebenfalls von mir erschaffenen roten Teufel. Während Rot und Blau sich gegenseitig die Hölle heiß machen, sieht Grün zu, dass es woandershin expandiert.

Situationen wie diese machen für mich inzwischen den Reiz der Kreaturenphase aus. Man begegnet immer wieder neuen kuriosen Gestalten, nicht zuletzt den Wesenheiten, die man selbst in früheren Spielen erschaffen hat, und erlebt, wie diese sich schlagen, wenn sie auf sich allein gestellt sind.
Dazu gibt es im höchsten Schwierigkeitsgrad mehr fleischfressende Spezies, die auch durchaus längere Routen bis zu ihrer Beute zurücklegen, was definitiv hilft, um beim Spieler das Gefühl zu erwecken, sich in einer großen, lebendigen und gefährlichen Welt zu bewegen. Eine Sache, die den leichteren Schwierigkeitsgraden nicht unbedingt gelingt. Zusätzlich ist in meinem aktuellen Spiel auch noch eine große Anzahl epischer Kreaturen unterwegs, baumhoch und hungrig. Es sind diese Momente, in denen eins dieser Monstren brüllend auf dein Nest zukommt und in denen im letzten Augenblick ein weiteres gigantisches Tier aus dem nahen Wald springt und sich auf den ersten Riesen stürzt, in denen Spore groß ist. So richtig groß.
Apropos: hat es schon jemand von euch geschafft, eine solche epische Kreatur zu erlegen? Möglich ist das definitiv, schließlich vergibt Spore auch ein Achievement dafür, aber meine Güte, sind die Biester heftig…
15. September 2008 um 14:14 Uhr
Ich hatte eigentlich keine größeren Probleme, die epischen Viecher zu eledigen. Man verliert halt ein paar Kreaturen dabei, aber prinzipiell kein Ding der Unmöglichkeit.
5. Oktober 2008 um 21:04 Uhr
Die Viecher sind vor allem eines – lahm. Wenn sie – je nach Anatomie – nur nach vorne angreifen können, kann man sie recht problemlos von hinten totbeißen. Einfach immer schön hinter ihm bleiben.
Oder man kitet sie – wenn man schneller ist und spucken kann ^^.
7. Oktober 2008 um 21:00 Uhr
Okay… danke für die Tipps!