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	<title>bass-blog.de &#187; c&#8217;t</title>
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		<title>Gleichheit der Chancen</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jan 2008 23:21:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Netz]]></category>
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		<category><![CDATA[Weblogs]]></category>

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		<description><![CDATA[Web 2.0 wäre ja auch keine richtige Revolution, wenn sie ihre Kinder nicht fräße. So schrieb Gerald Himmelein im Editorial der aktuellen c&#8217;t 02/08 und brachte mich damit auf die hervorragende Idee, Georg Büchners Dantons Tod noch einmal zu lesen. Der Text, der diesem wunderschönen Schlusssatz vorausging, handelt zum größten Teil von Weblogs und ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p> Web 2.0 wäre ja auch keine richtige Revolution,<br />
wenn sie ihre Kinder nicht fräße.</p></blockquote>
<p>So schrieb Gerald Himmelein im <a href="http://www.heise.de/ct/08/02/003/">Editorial der aktuellen c&#8217;t 02/08</a> und brachte mich damit auf die hervorragende Idee, Georg Büchners <em>Dantons Tod</em> noch einmal zu lesen. Der Text, der diesem wunderschönen Schlusssatz vorausging, handelt zum größten Teil von Weblogs und ist leider nicht ganz so schön. Oder auch nur zutreffend.<span id="more-79"></span></p>
<blockquote><p>Brillenträger reden beim Thema Web 2.0 gern von Chancengleichheit und Basisdemokratie. Schöne Worte &#8211; schöner wäre nur noch, wenn sie irgendeinen Realitätsbezug hätten. Wie in der echten Welt können auch im Internet nur die Wenigsten vom Schreiben leben.</p></blockquote>
<p>Es geht auch überhaupt nicht darum, davon leben zu können. Stefan Niggemeier schrieb<a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/die-arroganz-der-netznoergler/"> in der taz</a> so schön: »Manchmal scheint es, als sei den Journalisten, die gegen dieses Mitmachnetz anschreiben, schon die Motivation all dieser neuen Konkurrenten um Aufmerksamkeit suspekt: einfach zu glauben, etwas zu sagen zu haben, und es nicht für Geld, Auflage, Karriere oder den Verkauf von Werbeplätzen zu tun.«</p>
<p>Es geht darum, etwas zu sagen zu haben. Und die Chance dazu hat man im Web wesentlich eher als in klassischen Printmedien oder im Fernsehen. Ein kleines Weblog ist schnell erschaffen, das braucht nur wenig Zeit und Geld und praktisch keine technischen Vorkenntnisse. Jeder kann das. Deshalb Chancengleichheit. Dass Weblogs im Ergebnis höchst unterschiedliche Reichweiten haben, ist kein Argument dagegen. Kleines sportliches Beispiel: Beim Marathon hat zwar jeder Teilnehmer die Chance zu gewinnen, wenn allerdings tatsächlich alle Läufer gleichzeitig im Ziel eintreffen würden, wäre die ganze Veranstaltung sinnlos.</p>
<p>Gleichheit der Chancen bedeutet nicht, dass <em>wir</em> alle gleich sind. Ein Glück.</p>
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