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	<title>bass-blog.de &#187; Deutsche Staatsoper</title>
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		<title>Ein Bubenstück!</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Dec 2007 20:54:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Oper]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Verhandlungen zwischen Bund und Berlin um die Opernstiftung der Hauptstadt sind zu einem Ende gekommen. Nach mehr als acht Jahren Ungewissheit und Existenzängsten an allen drei Berliner Opernhäusern hat Angela Merkel letztendlich so viel Geld in die Waagschale geworfen, dass selbst Klaus Wowereit &#8211; Regierender Bürgermeister und Kultursenator Berlins in Personalunion &#8211; nicht mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://bass-blog.de/wp-content/uploads/2007/12/staatsoper.jpg" alt="Staatsoper Berlin - unterirdischer Durchgang (2004)" title="Staatsoper Berlin - unterirdischer Durchgang (2004)" /></p>
<p>Die Verhandlungen zwischen Bund und Berlin um die Opernstiftung der Hauptstadt sind zu einem Ende gekommen. Nach mehr als acht Jahren Ungewissheit und Existenzängsten an allen drei Berliner Opernhäusern hat Angela Merkel letztendlich so viel Geld in die Waagschale geworfen, dass selbst Klaus Wowereit &#8211; Regierender Bürgermeister und Kultursenator Berlins in Personalunion &#8211; nicht mehr anders konnte, als zumindest einem der Häuser eine gesicherte Zukunft zu eröffnen.</p>
<p>Prompt zetert man beim <a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/Oper-Berlin;art772,2432893">Tagesspiegel</a>:</p>
<blockquote><p>Das Ganze – ein Unding. Ein Kuhhandel und politisches Bubenstück. Eine erpresserische Affäre. Und eine einzige himmelschreiende Ungerechtigkeit.</p></blockquote>
<p><span id="more-35"></span><br />
Ich wünschte, im Berliner Blätterwald hätte sich irgend jemand auch nur halb so erregt, als Christoph Stölzl, damaliger Kultursenator, anno 2000 seine Bühnenstrukturreform vorstellte. Als Wowereit, vor seiner Zeit als Bürgermeister, erklärte, er halte eine Fusion von Deutscher Oper und Staatsoper &#8220;Unter den Linden&#8221; für eine tolle Idee. Am besten noch mit einer Fusion der Orchester beider Häuser. Berlin hätte mit der bereits seit 1570 bestehenden Staatskapelle und dem ebenfalls traditionsreichen Orchester der Deutschen Oper beinahe zwei wichtige Pfeiler seiner kulturellen Identität zu einem gesichts- und geschichtslosen Einheitsklangkörper verschmolzen.</p>
<p>Der Tagesspiegel bedauerte damals nur, dass es Christoph Stölzl nicht gelungen war, Daniel Barenboim »mit diplomatischen Hinhaltemanövern … aus dem Orchestergraben der Lindenoper« zu bugsieren.</p>
<p>Das muss man sich mal vorstellen: Die Deutsche Staatsoper, als Königliche Hofoper im Jahre 1742 von G.W. von Knobelsdorff unter Friedrich dem Großen (der sie sein »Zauberschloss« nannte) erbaut, im Zentrum des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Forum_Fridericianum">Forum Fridericianum </a> gelegen, überstand Besatzungen, zwei Weltkriege, den Niedergang Preußens und der Weimarer Republik. Um dann im 21. Jahrhundert, in unserer wohlbehüteten Zeit, an finanziellen Sorgen unfähiger Politiker zu Grunde zu gehen? Gut, dass es nicht so weit gekommen ist.</p>
<blockquote><p>Damit ist das Ranking der beiden großen Opernhäuser verbrieft. Es gibt ein gehätscheltes erstes (Staatsoper) und ein malträtiertes zweites Haus (Deutsche Oper) – ohne dass je erklärt worden wäre, warum eigentlich.</p></blockquote>
<p>Die offensichtliche Ursache ist, dass nur eins der beiden Häuser die Wagenladungen an Scheiße, die Berliner Politiker seit Jahren über ihnen ausgekübelt haben, einigermaßen verkraftet hat. Und selbst das ist ein Wunder. An der Deutschen Oper hat man Christian Thielemann &#8211; inzwischen in Bayreuth heiß begehrt &#8211; gleich mehrfach vergrault. Man hat Fabio Luisi &#8211; inzwischen Generalmusikdirektor der Semperoper und Chefdirigent der Staatskapelle Dresden &#8211; noch vor Amtsantritt verjagt, der <a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/;art772,2082272">damals schrieb</a>, er sehe sich »einem kleinmütigen Gezänk des Kultursenators und einiger Westberliner Politiker ausgesetzt, die versuchen, [dem Intendanten der Deutschen Oper] Zimmermann einen GMD ihrer Wahl aufzudrängen und dabei völlig unbefangen meine Person demontieren.«</p>
<p>Meine Güte. Gut, dass ich aus dieser kulturfeindlichen Stadt weg bin.</p>
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