Einfache Erweiterung
Wenn man seinen Mac schon eine Weile besitzt, sind Aha-Erlebnisse irgendwann nicht mehr unbedingt an der Tagesordnung. Man gewöhnt sich so herrlich schnell an Dinge, die “einfach funktionieren”. Heute war es doch mal wieder so weit. Die 80-Gigabyte-Festplatte meines MacBooks platzte aus allen Nähten und schrie nach Ablösung.
Kurz das Time-Machine-Backup aktualisieren, mit wenigen Handgriffen die alte Platte gegen ein 320-Gigabyte-Modell austauschen, Notebook von der Leopard-CD starten und den gesamten Laufwerksinhalt von Time Machine wiederherstellen lassen. In etwas über einer Stunde problemlos erledigt. Beim nächsten Systemstart tat das MacBook dann so, als hätte es nie irgendetwas anderes als die 320er-Platte eingebaut gehabt. Angenehmer Nebeneffekt: die neue Festplatte ist nicht nur größer, sondern auch deutlich schneller. Mich wundert das etwas, weil ich nur zur Western Digital Scorpio mit 5400 Umdrehungen gegriffen habe und nicht zur Scorpio Black, die mit 7200 Umdrehungen brummkreiselt. Wie kann die alte Platte noch langsamer gewesen sein? Sie war es jedenfalls, der Unterschied ist gewaltig.
Um abschließend der Gerechtigkeit Genüge zu tun: Windows Vista bringt solche Umzüge dank Complete-PC-Backup ähnlich problemlos über die Bühne, und tat das auch schon, bevor Apple mit großem Tamtam die Time Machine einführte. “Complete PC” klingt nur nicht so sexy wie “Time Machine” und hat außerdem nicht diese hübschen Sternenflug-Effekte, während man durch die Vergangenheit seiner Festplatte surft.