Kryptik ftw

Mac OS XSeit fast neun Monaten nutze ich unterwegs Mac OS X. Zuerst den Tiger, seit kurzem Leo, während es sich Vista auf meinem Schreibtisch-PC gemütlich gemacht hat und dort ganz zufriedenstellend läuft. Eine schöne Kombination, die beide Betriebssysteme angenehm entglorifiziert, denn sie nehmen sich nicht viel. Klar, das Dock des Leoparden ist dem Vista-Startmenü um Lichtjahre voraus. Andererseits ist Mac OS X immer nur so lange schön, wie alles einwandfrei funktioniert. Denn aussagekräftige Fehlermeldungen kriegt Apple anscheinend weder in seinem Betriebssystem noch in seinen Anwendungen hin.

Kauft man sich beispielsweise eine externe Festplatte, um Videodaten von Final Cut Express HD darauf abzulegen, sollte man nicht vergessen, die in der Regel ab Werk mit FAT32 formatierte Platte ins Mac-Dateiformat zu überführen. Darauf weist Apple auch hin, in einem Zweizeiler irgendwo im tausendseitigen Benutzerhandbuch. Das Programm selbst dagegen versucht rücksichtslos, seine Daten auf der Platte zu speichern, mit wechselndem Erfolg. Mal klappt alles einwandfrei, mal verschwinden Daten einfach so spurlos und mal spuckt FCE tatsächlich eine Fehlermeldung aus: Unbekannte Datei nicht gefunden.

Beim Versuch, meinen 90-minütigen HD-Film in eine Quicktime-Datei zu überführen, scheiterte FCE dann wenig später, obwohl die Platte inzwischen korrekt formatiert war. Ich nehme an, das möglicherweise nicht mehr genügend freier Speicherplatz vorhanden war. Das ist allerdings nur geraten, denn die Fehlermeldung lautete: Allgemeiner Fehler.

Heute habe ich nun versucht, ein fertiges DVD-Image via iPod vom Mac auf den PC zu transportieren. Wenn ich euch erzähle, dass der iPod im FAT32-Format eingerichtet ist und dass dieses Format nur Dateien mit einer Größe von bis zu 4 Gigabyte verträgt, dann ahnt ihr sicher schon, warum es nicht geklappt hat. Ich hab allerdings etwas länger gebraucht, um auf die Lösung zu kommen, denn Leos Fehlermeldung lautete: Der Vorgang konnte nicht abgeschlossen werden, da ein unbekannter Fehler aufgetreten ist! (Fehler: 0)

Man kann gegen Windows ja sagen, was man will, aber solche kryptischen Meldungen sind bei Microsoft doch spätestens seit dem Umstieg auf die NT-Linie (2000, XP, Vista) passé.

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3 Kommentare zu “Kryptik ftw”

  1. ben_

    Tja. Ich will ja jetzt nicht evangelisieren. Aber der wichtigste Grund für mich, nie wieder einen Windowsrechner nutzen zu wollen, ist zu aller aller erst das Rendering.

    Alles. Alles. Alles sieht soviel besser aus. Wie die Schriften gerendert werden, wie der Firefox Bilderrunterrechnet. Ich fall immer hinten rüber, wenn ich mein Blog mal auf nem Windowsrechner sehe. Seufz…

  2. ben_

    Und wenn mans mal so betrachtet: mehr als Fehler haben, mehr als Dateien suchen, mehr als Programme öffnen, mehr als klicken und tippen, mehr als als das SCHAUT man auf den Computer.

  3. Chris

    Wie die Schriften gerendert werden, wie der Firefox Bilderrunterrechnet. Ich fall immer hinten rüber, wenn ich mein Blog mal auf nem Windowsrechner sehe.

    Stimmt, weil du den Browser Bilder verkleinern lässt. Mmh. Kleiner Trost: Mit Opera siehst du auch unter Windows fast so gut aus wie auf dem Mac. :)

    Wie gesagt: Beide haben ihre Vorteile. Und die nutze ich bei beiden gerne aus. Was mich an den konkreten Fehlermeldungen hier aber extrem stört, ist, dass ich als Benutzer in allen drei Fällen das Problem in nullkommanix hätte beheben können, hätte mein Mac mir gesagt, was konkret schiefläuft. So durfte ich erst einmal lange rätselraten. Ist mir unverständlich, wie man die Benutzerführung des Macs in den Himmel loben und sich über Windows lustig machen kann – wie es ja einige begeisterte Mac-Nutzer tun – wenn selbst Leo sich im Problemfall auf das Niveau der “Allgemeinen Schutzverletzung” hinunterbegibt.

    Zum Vergleich mal für den letzten Fall die Meldung von Windows Vista: “Die Datei GeburtstagsDVD.img ist zu groß für das Zieldateisystem.”

    Na bitte. Geht doch.

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